Marko Feingold wurde am 28.05.1913 im slowakischen Neusohl geboren. Er starb am 19.09.2019 in Salzburg im Alter von 106 Jahren. Für Jugendliche zählt an seiner Geschichte vor allem eines: Ein Leben mit vier Konzentrationslagern wirkte nach 1945 über Jahrzehnte aktiv in Salzburg weiter.

Wer sich mit seiner Biografie beschäftigt, findet mehr als einen Schulbuchnamen: eine Adresse, ein Datum der Befreiung und ein bis heute sichtbares Ehrenzeichen im Stadtraum.

Wer Marko Feingold war – kurz erklärt

Verfolgung, vier Lager und Befreiung 1945

Feingold wurde 1939 verhaftet. Er durchlief die Konzentrationslager Auschwitz, Neuengamme, Dachau und zuletzt Buchenwald, wo ihn US-Truppen am 11.04.1945 befreiten. Er war das einzige Mitglied seiner Familie, das die NS-Verfolgung überlebte. Nach der Befreiung kam er eher zufällig nach Salzburg: Eine Weiterreise nach Wien war wegen der sowjetischen Besatzungszone nicht möglich. Dort eröffnete er zunächst ein Modegeschäft.

34 Jahre als Präsident der Kultusgemeinde

Nach dem Tod von Ladislaus Friedländer im November 1982 übernahm Feingold die Leitung der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg. Ab 1985 war er offiziell deren Präsident, bis zu seinem Tod 2019. In dieser Zeit hielt er zahlreiche Vorträge über seine Lagerzeit, den Holocaust und jüdisches Leben in Salzburg.

Woran man die Arbeit in Salzburg konkret festmachen kann

Die Stadt Salzburg führt Feingold offiziell als Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde und dokumentiert seinen Neubeginn in Salzburg nach 1945.

Die Seite zu seinem Ehrengrab hält fest, dass Feingold 2008 Ehrenbürger der Stadt Salzburg wurde und sein Ehrengrab am Jüdischen Friedhof in Salzburg-Aigen liegt.

Der Nachruf des Nationalfonds der Republik Österreich ordnet sein Wirken zusätzlich aus Sicht der Republik als Zeitzeuge und Mahner gegen Antisemitismus ein.

Warum der Salzburg-Bezug hier so konkret bleibt

Der Bezug läuft über drei feste Orte. Das sind die Synagoge in der Lasserstraße 8, das Ehrengrab in Salzburg-Aigen und der 2020 nach ihm benannte Marko-Feingold-Steg über die Salzach. Keiner dieser Orte ist austauschbar oder allgemein gehalten.

Stadt Salzburg, das Ehrengrab und der Nachruf des Nationalfonds zeigen drei Blickwinkel auf denselben Weg: städtische Würdigung, Erinnerungsort und nationale Einordnung. Für SalzburgTeen wurde diese Quellenlage am 03.08.2026 erneut geprüft.

Warum Jugendliche das interessieren könnte

Erinnerungskultur bleibt hier keine abstrakte Pflichtübung. Ein Steg im Alltag, ein Grab und eine Kultusgemeinde machen aus einem historischen Namen einen Ort, an dem man täglich vorbeigehen kann.

Gerade die 34 Jahre als Präsident zeigen echte Kontinuität: jahrzehntelange öffentliche Arbeit gegen das Vergessen, weit über einen einzelnen Moment hinaus.

Altersfit, Anmeldung und Begleitung

Das Profil passt ab etwa 14 Jahren, weil die Konzentrationslager-Geschichte ein Grundverständnis von NS-Geschichte voraussetzt. Für jüngere Jugendliche oder Schulklassen hilft eine Begleitperson, Lehrkraft oder ein Elternteil, die offene Fragen zur NS-Zeit gemeinsam einordnen.

Ein Besuch der öffentlichen Gedenkorte im Stadtraum kostet nichts; für Führungen der Kultusgemeinde selbst empfiehlt sich eine vorherige Anmeldung über die offiziellen Kontaktwege der Stadt Salzburg.

Wie du dort andocken kannst

  • Wenn dich seine Biografie interessiert, starte bei der Stadt Salzburg: Marko Feingold.
  • Wenn du wissen willst, wie Salzburg ihn ehrt, lies die Seite zu seinem Ehrengrab in Salzburg-Aigen.
  • Wenn dich Exil- und Verfolgungsgeschichte aus Salzburg weiter interessiert, prüf auch das Profil zu Stefan Zweig, der 1934 aus einem anderen politischen Grund aus Salzburg wegging.

Was hier wichtig ist, damit der Text ehrlich bleibt

Die Aussagen hier stützen sich auf die Stadt Salzburg, den Nachruf des Nationalfonds und die Ehrengrab-Dokumentation. Zuletzt geprüft am 03.08.2026.

Das Profil benennt die vier Konzentrationslager offen und sachlich und vermeidet es, Feingolds Überleben als reine Erfolgsgeschichte statt als traumatische Verfolgung zu erzählen.

Fazit

Marko Feingolds Salzburg-Spur lässt sich an einem Befreiungsdatum, einer Adresse in der Lasserstraße 8 und einem benannten Steg im Stadtraum festmachen. Für Jugendliche zählt daran weniger die bloße Bekanntheit als die Frage, wie eine Einzelperson über 34 Jahre aktive Erinnerungsarbeit in einer Stadt sichtbar bleiben kann.

Quellen & Links